Der Wachtelturm in Hennickendorf

Wachtelturm in Hennickendorf

Im Oktober 1937 plante der Architekt H. Groß aus Berlin den Wachtelturm in Hennickendorf für Übungen der Feuerwehr und zum Trocknen der Schläuche. Er sollte auch der Öffentlichkeit als Aussichtsturm zugänglich gemacht werden.

Bei der Feier zum 30-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Hennickendorf am 24. Juni 1938 wurde der Grundstein für den Turm gelegt. Von 1938 bis 1940 erbauten der Maurermeister Friedrich Henze und der Zimmermeister R. Neumann, beide aus Hennickendorf, auf der Südseite des Wachtelberges den Turm. Mit einer Größe von 28 Metern steht er rund 42 Meter über dem kleinen und 49 Meter über dem großen Stienitzsee.

Da es sehr umständlich war die Schläuche mit Hilfe von außen angebrachten Hakenleitern nach oben zu wuchten, wurde später eine geländerlose Holztreppe im Innern des Turmes eingebaut.

In den Wirren des Zweiten Weltkrieges wurde der Turm 1944 bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. Er wurde dem Verfall preisgegeben, die Menschen hatten zu der Zeit andere Sorgen.

1989 wurde die Rekonstruktion angegangen. Das Dach sanierte die Firma Langenberg aus Hennickendorf. Im Jahr 1994 wurden umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten in Auftrag gegeben. So übernahm die Tischlerei Spindler aus Hennickendorf den Aufbau des Holzfachwerkes. Die Holzschutzsanierung führte die Firma Funke & Co aus Isernhagen bei Hannover durch. Die Mauern sanierte der Bauunternehmer W. Pflugradt aus Hennickendorf. Für die Elektroinstallation ging der Auftrag nach Rüdersdorf an die Firma Grosser. Die Malerarbeiten stemmte die Firma A. Polack auch aus Rüdersdorf. Zum Schluss wurde die Blitzschutzanlage von der Firma Langenberg aus Hennickendorf installiert. Das alles zusammen kostete 135.000 DM.
Bürgermeister Wolfgang Platschke weihte am 25. Juni 1994 in einer kurzen Rede den Turm beim 3. Wachtelbergfest ein.

Heute ist der Wachtelturm ein gern angesteuertes Ausflugsziel. Wer die 96 Stufen bis zur Aussichtsplattform schafft, wird mit einem herrlichen Blick über den kleinen und großen Stienitzsee und die Langen Dammwiesen belohnt.

Albert EinsteinIm Jahr 2013 wurde der Wachtelturm in den 66-Seenwanderweg mit aufgenommen.

Auch dieser Herr befindet sich zur Zeit in einer Ausstellung im Turm.

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