Ludwig Leichhardt Museum in Trebatsch


Trebatsch mit 616 Einwohnern, ist heute ein Ortsteile von Tauche, 12 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Beeskow und  90 Kilometer südöstlich von Berlin.

Vor dem Ludwig Leichhardt MuseumIn Trebatsch befindet sich das Ludwig-Leichhardt-Museums, das die Ortschronisten 2013 ansteuerten. Lothar Gosche führte uns im Museum durch die Welt von Ludwig Leichhardt.

Auf der Südseite der Spree liegt der Ortsteil Sabrodt, dort wurde Ludwig Leichardt am 23. November 1813 als sechstes Kind des königlichen Torfmeisters Christian Leichardt und seiner Frau Sophie geboren.

Die ersten sechs Jahre von 1820 bis 1826 besuchte Ludwig die einklassige Dorfschule in Trebatsch. Pastor Rödelius aus Zaue erkannte bald, dass in Ludwig mehr steckte, und bereitete ihn auf den Besuch des Gymnasiums in Cottbus vor, wo er 1831 die Abiturprüfung bestand.

Er studierte zuerst Philologie an der Friedrich-Wilhelm Universität in Berlin, wechselte dann 1933 nach Göttingen. Dort belegte er für zwei Semester naturwissenschaftliche Fächer, um dann, wieder in Berlin, das Studium der Naturwissenschaften anzugehen, welches er 1837 abbrach.

Während seines Studiums in Berlin hatte Ludwig sich mit William Nicholsen aus London angefreundet, in dessen Londoner Haus er 1837 zog. Von dort unternahm Exkursionen im Süden von England. Weitere Studien setzte er dann in Paris, Italien und der Schweiz fort.

Als Ludwig Leichhardt 1841 von einer Italienreise nach London zurückkehrte, trug er sich bereits mit dem Gedanken in Australien den „Kern der dunklen Masse“, wie er es nannte, zu erforschen. Ihm war wohl bewusst, dass er damit bereit war ein hohes persönliches Risiko einzugehen. Trotzdem machte es sich auf den Weg, den Kontinent zu erforschen.

1842 schiffte Leichhardt sich in London auf der „Sir Edward Paget“ mit Ziel Sydney ein. In der ersten Zeit arbeitete er dort als Gastdozent. Immer wieder machte er kleine Exkursion innerhalb Ostaustralien. Über seine Erlebnisse schrieb er eine wissenschaftliche Abhandlung „Beiträge zur Geologie von Australien“.

Die erste große und erfolgreiche Expedition Ludwig Leichhardts dauerte von 13. August 1844 bis 17. Dezember 1845, Sie führte von Moreton Bay durch völlig unbekannte Gebiete nach Port Essington. Über diese Expedition verfasste Ludwig Leichhardt 1846 ein Buch unter dem Titel „Tagebuch einer Landreise in Australien von Moreton Bay nach Port Essington während der Jahre 1844 und 1845“.

Seine nächste Expedition, die im Jahr 1847 startete, sollte die Durchquerung des Kontinents von Ost nach West innerhalb von drei Jahren werden. Leider musste die Expedition schon nach fünf Monaten abgebrochen werden, wegen Trockenheit und Verlust der Verpflegung.

Der Gedanke an eine Durchquerung ließ Ludwig Leichhardt nicht mehr los. Anfang 1848 war es dann soweit. Mit sechs Männern, vier Europäern, darunter war diesmal auch sein Schwager aus Deutschland, und zwei Aborigines startete er zur dritten Expedition, die Durchquerung des Kontinents von Ost nach West.

Sein letztes Lebenszeichen kam von einer Farm am Coogoon in Queensland. Der Coogoon verdiente den Namen Fluss nicht, er war nur ein Rinnsal, mehr nicht. Allerdings, wenn er mal Wasser führte, mündete er in dem Condamine River. In dem von der Farm abgesandten Brief vom 5. April 1848 schrieb Ludwig Leichhardt, dass er sehr glücklich sei, bis hierher gekommen zu sein und er hofft, dass die Durchquerung erfolgreich enden wird.

Danach verläuft sich seine Spur. Es wurden viele Suchexpeditionen nach der verschollenen Gruppe durchgeführt. Bisher erfolglos. Das Verschwinden gibt bis heute Rätsel auf.

Mit diesen Worten endet ein sehr anregender Vortrag von Lothar Gosche  über, Ludwig-Leichhardt, dessen Leben und Wirken in Deutschland wenig bekannt ist.

 

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