AWO-Neujahrskonzert 2018 in der Philharmonie Berlin

Auch dieses Jahr hatte die AWO Brandenburg am 6. Januar 2018, dem Tag der Heiligen Drei Könige, wieder zum Neujahrskonzert eingeladen. Bei der Kontrolle der Eintrittskarten wurden, wie jedes Jahr, auch gleichzeitig die an den Karten anhängenden Losabschnitte für die Tombola eingesammelt.

Das Konzert hatte diesmal als Motto „Wiener Blut“. Die damals in Wien entstanden Sinfonien, Ouvertüren, Lieder und Tänze von echten Wienern wie Johann Strauss (Vater und Sohn) und Schubert oder Wahlwiener wie Mozart, Beethoven und Lehár wurden zum Markenzeichen der Wiener Kultur, eben zum „Wiener Blut“. Diese musikalischen Meilensteine der Musikgeschichte sind bis heute in jeder klassischen Hitparade zu finden, mehr noch sie entwickelten sich teilweise zu richtigen Ohrwürmer.
Das Neue Kammerorchester Potsdam unter der künstlerischen Leitung des Dirigenten Ud Joffe und die Sopranistin Nina Bernsteiner, ein echtes Wiener Kind, entführten dass Publikum nach Wien.

Aber bevor die Reise nach Wien losging, begrüßte der Geschäftsführer AWO- Brandenburg Ost, Norbert Knaak die für die AWO ehrenamtlich tätige Menschen, Mietglieder und Mitarbeiter und wünschte in diesem Zuge noch ein gesundes neues Jahr. In seiner Rede hob er hervor, dass die Aufgaben ohne die Menschen die für die AWO ehrenamtlich tätig sind, nicht zu bewältigen wären. Die neue Vorsitzende des Landesverbandes Brandenburg e.V. Monika Kilian schloss sich den guten Wünschen zum neuen Jahr an. Auch sie betonte die Wichtigkeit des Ehrenamtes innerhalb der AWO. Da der Schirmherr der Veranstaltung Dr. Dietmar Woidtke verhindert war, schickte er wie im letzten Jahr seinen Chef der Staatskanzlei, Thomas Kralinski. In einer etwas längeren etwas weiter ausholenden Rede dankte er ebenfalls allen ehrenamtlich tätigen Menschen ohne deren unermüdliche Arbeit die staatlichen Aufgaben sonst kaum noch zu bewältigen wären.

Nach so viel lobenden Worten konnte es losgehen. Der Dirigent erschien und alles schaute gebannt auf den erhobenen Taktstock. Dann erklangen die ersten Töne der Ouvertüre Idemeneo von Mozart. Idemeneo so erfuhren wie von Ud Joffe, der auch ohne weiteres als Moderator agieren kann, wenn er nicht gerade dirigiert, dass es dabei um eine Vater-Sohn Beziehung gehe. So eine etwas komplizierte Beziehung gab es nicht nur im künstlerischen Bereichen wie bei Mozart oder Strauss, sondern auch im „normalen“ Leben. Diese Vater Sohn Beziehungen zogen sich wie ein roter Faden durch das Konzert.

Nun kam ein echter Wiener zum Zuge. Franz Schubert, er wurde nur 31 Jahre alt, hat in seiner kurzen Schaffenszeit an die 700 Lieder komponiert. Nina Bernstein, Sopranistin, trug einige Lieder u.a. „Die Forelle“, „Du bist die Ruh“ gekonnt vor. Besonders beindruckt war ich persönlich von dem Vortrag „Erlkönig“. Alle vorgetragenen Lieder wurden nicht durch das Klavier, sondern durch das Kammerorchester begleitet. Den Abschluss des ersten Teiles bildete der 4. Satz aus der Symphonie Nr. 7 „Allegro con brio“, Komponist: Ludwig von Beethoven. Richard Wagner soll zu dem 4. Satz in der Schrift „das Kunstwerk der Zukunft“ geschrieben haben „Apotheose des Tanzes“. (Apotheose sinngemäß Verherrlichung oder Verklärung)

Nach der Pause kam Spannung auf, denn die Losnummern für die Gewinne der Tombola wurden gezogen. Das erledigten Monika Kilian, Thomas Kralinski und Norbert Knaak mit Bravour.

Nun kam Johann Strauss (Sohn) zu Wort, Verzeihung, zu Tönen. Es erklang aus der Operette „Wiener Blut“ der der gleichnamige Walzer. Er lud eigentlich zum Mitsingen ein, aber wir beherrschten uns. Das Lied von Franz Lehár „Meine Lippen, die Küssen so heiß“ aus der Operette „Giuditta“, glaubte man Nina Bernstein unbesehen.

Anschließend erklärte Nina Bernstein „Ich lade gern mir Gäste ein“ aus „Die Fledermaus“. Das war ein sehr temperamentvolles Feuerwerk, das das Publikum mit langanhaltend Applaus belohnte.

Was nun folgte war die heimliche Nationalhymne von Österreich, nämlich der Walzer „An der schönen blauen Donau“.

Den Schluss, als Rauswerfer sozusagen, bildete der Radetzky Marsch von Johann Strauss (Vater). Hier bewies Dirigent Ud Joffe, dass er nicht nur ein Orchester dirigieren kann, sondern das komplette Publikum. Er gab per Handzeichen die Anweisungen, wann das Publikum Mitklatschen durfte und wann nicht. Alle sind den Anweisungen brav gefolgt.

Alles geht leider zu Ende auch ein sehr schöner Konzert-Nachmittag und ich möchte meinen Dank der AWO aussprechen für diese wieder gelungene Veranstaltung.

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