Neujahrskonzert 2016 – Philharmonie Berlin

Philharmonie Berlin Die Landesverbände der Arbeiterwohlfahrt Berlin und Brandenburg haben am 09. Januar 2016 wieder zu ihrem traditionellen Neujahrskonzert, dem 16zehnten, in die Berliner Philharmonie eingeladen. Das diesjährige Motto lautete „Italienische Nacht“. 

Zahlreich waren die AWO-Mitglieder der Einladung gefolgt. Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, selbst AWO-Mitglied und Schirmherr der Veranstaltung war anwesend, sowie der Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Günter Baaske, der stellvertretend für den Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke gekommen war. Die Eröffnungsreden bestritten Dr. Margrit Spielmann, Landesvorsitzende der AWO Brandenburg und Ute Kumpf, Landesvorsitzende der AWO Berlin.vorstaende

Beide betonten in ihren Reden, dass Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Toleranz das all umfassende Band der AWO sei. Sie wiesen auch auf die Bedeutung des freiwilligen ehrenamtlichen Einsatzes von Helferinnen und Helfern hin, ohne die die AWO ihre Aufgaben nicht bewältigen könnte. Sie seien der eigentliche Motor der AWO. Stellvertretende für alle Helferinnen und Helfern sollten diesmal für ihr herausragendes Engagement sechs Personen geehrt werden.

Ehrung der Ehrenamtlichen bei der AWOEs handelt sich hierbei um Abdul Aziz Dyab vom AWO-Bezirksverband Ost e.V., Editha Eberhard vom AWO-Kreisverband Berlin Südwest e.V., Klaus Fiebelkorn von der AWO-Schulstation „Atlantis“ in Berlin-Neukölln, Elke Heinemann stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen von der Notunterkunft Cottbus des AWO Regionalverbandes Brandenburg Süd e.V., Hildegard Höppner vom Bereich Flüchtlingshilfe Gemeinschaftsunterkunft in Prenzlau.

Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, begrüßte alle Besucher des Konzertes und wünschte noch für das Jahr 2016 Glück, Spaß und Kraft.. Er betonte ebenfalls in seiner Rede, dass nur mit ehrenamtlichem Einsatz die Aufgaben zu bewältigen sind. Die AWO ist ein sehr großes Unternehmen. Er kam in seiner Rede auf die Aufgaben zu sprechen, die im Moment so dringend anstehen, wie Unterbringung und Integration von Flüchtlingen, gleichzeitig wies er aber auch darauf hin, dass bei allem Einsatz die anderen Bedürftigen wie z. B. Kinder, Senioren, Jugendliche oder Menschen die einfach nur alleine sind, nicht vernachlässigt werden dürften. Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller und Minister des Landes Brandenburg Günter Baaske

Minister Günter Baaske hielt eine flammende Rede zur Situation der Flüchtlinge. Dabei sprach er das Problem in Köln an und brachte ein Beispiel von drei Schülern, zwischen 13 – 14 Jahren, aus einer Schule in Bad Belzig, die eine hochschwangere Frau aus Somalia zu Boden geworfen und mit Tritten traktiert hatten. Das Geschehen lief durch die internationale Presse. Es entstand weltweit damit der Eindruck, das deutsche Schüler hochschwangere Frauen zu Boden zu werfen und traktieren. Der Schule war alles hochnotpeinlich. Die Schüler versuchen der Frau zu helfen und wieder gut zu machen, was 3 Schüler von 600 angerichtet haben. Er bat darum, dass nicht alles gleich verallgemeinert wird. Da waren es die Schüler, in Köln waren es ein paar Hundert Menschen, die sich nicht benehmen konnten. Das sei aber nicht die Allgemeinheit. Er habe großen Respekt vor der Arbeit der AWO und ihren Mitarbeitern und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die sich tagtäglich helfend einbringen. In diesem Sinne weiter so.

Prof. Igor Malinovsky und das Dresdner Residenz Orchester Nach so vielen Reden kam nun die Musik zu Wort. Mit viel Witz und Charme führte Prof. Igor Malinovsky als Moderator durch das Programm. Ebenso gekonnt schwang er den Taktstock und das Dresdner Residenz Orchester spielte auf. Im Reisegepäck waren auch mitgekommen, Daeun Chung Sopran Daeun Chung Sopranund Shinhee Yoo TenorShinee Yoo Tenor. Sie begeisterten als Solisten oder im Duett das Publikum. Shinee Yoo kam bei dem Publikum u.a. mit „O sole mio“ und Funiculi, Funicula“ sehr gut an. Daeun Chung brillierte u.a. mit der Arie „Oh mio babbino caro“ aus der Oper Gianni Schicci. Mit dem Duett „O soave fanaciulla“ aus der Oper La Bohème gaben sie eine weitere Kostprobe ihres Könnens. 

Prof. Igor Malinovsky hatte aber noch etwas ganz Besonderes mit nach Berlin gebracht. Auf der Bühne erschien ein sehr zartes Persönchen mit einer Violine. Diese Dame, Maria Duenas, Maria Duenas Soloviolinestammt aus Granada und studiert seit zwei Jahren in Dresden an der Hochschule „Carl Maria von Weber“. Sie kam mit 11 Jahren an diese Hochschule und war damit die Jüngste, die bisher an dieser Schule studiert hat. Heute ist sie dreizehn Jahre alt. Sie wird es mit dem Teufelsgeiger Paganini aufnehmen und sein, lange Zeit als unspielbar betiteltes, Violinenkonzert Nr. 1 spielen. Was dann folgte, war einfach unglaublich. Nur allein beim Zusehen, wie die Finger die Violinenseiten rauf und runter sausten, da konnte einem schon schwindlig werden. Aber das Konzert selber riss dass Publikum am Ende von den Sitzen und es gab stehende Ovationen. Eine Dreizehnjährige, einfach unglaublich.

Es war ein sehr schöner Nachmittag, aber leider viel zu kurz. Trösten wir uns, im nächsten Jahr gibt es wieder ein neues Konzert.

 

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