Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr

Am 21. Februar 1894 wird die Freiwillige Feuerwehr in Woltersdorf durch Max Staab und Paulfeuerwehr Lorenz gegründet. Zu dieser Zeit  gab es 25 aktive und 30 passive Mitglieder. Von der Gemeinde erhielt die Freiwillige Feuerwehr damals einen Jahresbeitrag von 300 Mark mit der Bedingung: Wer nicht Mitglied der Feuerwehr ist, muss bei den Löscharbeiten helfen. 1907 erwirbt die Gemeinde den Bauernhof 115 und nach Abriss der Scheune und dem Neubau eines zweigeschossigen Gebäudes sowie einem Steigerturm besitzt nun die Freiwillige Feuerwehr ein Domizil. Durch den Umbau des Stallgebäudes konnten dann auch die Spritze und das Feuerlöschgerät untergebracht werden. 1924 erhält der Steigerturm eine Alarmsirene.

Die Gemeinde übernimmt am 22. November 1925 die Freiwillige Feuerwehr per Ortsgesetz als Gemeindewehr. Damit werden  auch alle Kosten übernommen. Sie untersteht nun der Gemeinde und des Kreises und wird somit als polizeiliches Hilfsorgan anerkannt. Die Wehrführer bedürfen der Bestätigung des Amtsvorstehers. Die Wehr ist nunmehr 30 Mann stark und steht unter der Leitung des Oberbrandmeisters Hübner und der Brandmeisters Rosal.

Am 4. Juli 1926 wird Woltersdorf von einer Umweltkatastrophe betroffen. Es gibt 13 Tote und über 40 Verletzte. Die Woltersdorfer Feuerwehr leistet nach Zeitzeugenberichten Übermenschliches. Sie war 3 Tage lang fast 50 Stunden im Einsatz. 1927 bekommt die Wehr als technische Neuerung eine Motorspritze „Magirus“.

Ab 1939 bis 1945 beginnt durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges eine schwere Zeit für die Feuerwehr. Ihr Fuhrpark umfasst mittlerweile drei Löschfahrzeuge von Typ LF 8 die alte Motorspritze von 1927 und einen Mercedes-Reisewagen (8-10 Personen). Das Einsatzgebiet umfasste Woltersdorf und Umgebung teilweise bis nach Eberswalde. In den letzten Kriegsjahren befindet sich die Wehr in ständiger Alarmbereitschaft. Dann kam am 21. April 1945 die Anordnung der Ortgruppenleitung der NSDAP alle Löschfahrzeuge werden Richtung Potsdam verlegt. In Woltersdorf verblieb kein einziges Fahrzeug und man musste tatenlos mit ansehen wie die Kirche abbrennt. Dann kamen die Sowjets und von ihrem Oberkommandanten erhielt der Kamerad Paul Belitz den Auftrag, die Wehr wieder aufzubauen. An seiner Seite stehen Paul Vetter und Hans Albrecht. Mit Unterstützung der Ortskommandantur wird die Wehr mit einem alten LKW ausgerüstet. Es gelingt 1947 eine LF-8 der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf aus Osterburg/Elbe wieder in die Gemeinde zurückzuholen und in Dienst zu stellen.

Hier wird demnächst noch der Zeitraum zwischen 1945 und 1962 eingefügt.

Von 1962 bis 1967 wird nun kontinuierlich die Arbeit der Feuerwehr wieder aufgebaut. Die Bevölkerung wird regelmäßig über vorbeugenden Brandschutz aufgeklärt und in den Betrieben, Einrichtungen und Wohnhäusern Brandschutzkontrollen durchgeführt. Von dem Oberbrandmeister Paul Belitz übernahm Paul Vetter bis zu seinem Tod am 26. Oktober 1965 die Leitung der Wehr. Der neue Oberbrandmeister war nun Max Süß. Die Feuerwehr umfasste zu diesem Zeitpunkt 23 männliche und 3 weibliche Mitglieder. 1967 wurde die Feuerwehr modernisiert. Sie bekam einen neuen LKW LF-8 „Robur „ mit TS 8, neue Schläuche, ein Schlauchboot und Zubehör.

Es bildet sich in den Jahren von 1974 bis 1989 eine Arbeitsgemeinschaft „Junger Brandschutzhelfer“. Damit legte die Feuerwehr den Grundstein für ihren Nachwuchs. Es war eine ereignisreiche Zeit. Ein Brand stimmte besonders traurig. In der Nacht vom 30. auf den 31. Mai 1986 brannte die gerade erst rekonstruierte Gaststätte „Die Liebesquelle“ trotz Großeinsatz der Feuerwehr bis auf die Grundmauern nieder.

Am 28. Februar 1990 wird der Freiwilligen Feuerwehr durch den Rat des Kreises von Fürstenwalde ein neues Fahrzeug, ein LO 2000 LF 8, übergeben. Langsam beginnt nun ab 1992 eine bessere technische Ausstattung der Feuerwehr, um die neuen Anforderungen zu meistern. Ralph Utecht übernimmt 1993 die Funktion des Wehrführers und des Gemeindebrandmeisters. Am 1. Dezember bildet er erneut eine Jugendfeuerwehrgruppe. Damit gehört Woltersdorf zu den ersten Feuerwehren im Altkreis Fürstenwalde mit Nachwuchsförderung.

1994 feiert die Freiwillige Feuerwehr ihr 100jähriges bestehen.

Am 5. Mai 2000 übergibt Bürgermeister Wolfgang Höhne das neue, moderne Feuerwehrgebäude seiner Bestimmung. Die Freiwillige Feuerwehr ist im modernen technischen Zeitalter angekommen.

Veröffentlichung mit Genehmigung der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf – Herr Utecht –

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