Unser Museum

Alte SchuleDie Alte Schule in Woltersdorf beschäftigte als neues Projekt den Vorstand des Vereins. Das Haus wurde  wegen des rapiden Geburtenrückgangs und dem gleichzeitigen Bau drei neuer Schulgebäude in der Vogelsdorfer Straße nicht mehr gebraucht. Was sollte mit dem Gebäude geschehen? Abreißen, meinten die einen, für Bürgertreff und multikulturelles Zentrum fochten die anderen. Der Vereinsvorstand war gegen den Abriss und legte dem Bauausschuss der Gemeinde einen von Olaf Miesen und Gisela Schuldt erarbeiteten Vorschlag zur gesellschaftlichen und kommerziellen Mischnutzung vor. Entschieden wurde so schnell nichts, aber niemand hatte etwas dagegen, dass der Verein potentielle Ausstellungsstücke für die Heimatstube, die spontan gespendet oder von der Arbeitsgruppe Heimatstube zielgerecht beschafft wurden, in der Alten Schule lagerte.

Schade um die interessanten Dinge, die ungesehen verstaubten. – Kurz entschlossen und mit bewunderswerter Tatkraft organisierte Gisela Schuldt mit ihrer Arbeitsgruppe – eine „friedliche Besetzung“ des Hauses. Zuerst wurden die alten Schulräume vom Verein und Freunden des Vereins renoviert. Viele Woltersdorfer Bürger aus allen Schichten packten mit an; ortsansässige Betriebe und Institutionen halfen mit Geld- und Sachleistungen. Ganze Gruppen von Schülern aus Woltersdorf (Wdf) arbeiteten mit, allen voran ihr engagierter Lehrer Eberhard Sölter. Vitrinen wurden gebraucht beschafft. Emsiges Treiben belebte wochenlang die Alte Schule. Die Gemeindevertretung verzichtete auf Miete und Betriebskosten. Am 1. November 2003 wurden die Ausstellungsräume eröffnet:     

–  Altes Handwerk und Gewerbe
–  Fidus, ein Künstler in Woltersdorf
–  Woltersdorfer Persönlichkeiten und Entwicklung des Ev. Krankenhauses
–  Entwicklung des Radios (Privatsammlung Ralph Weber)
–  historische Landkarten zur Besiedlung Woltersdorfs

Neben ehrenamtlichen Leistungen flossen bis November 2003 aus Spenden und Eigenmitteln des Vereins 2.360 € in die Ausstellung.

Der damalige Bürgermeister, Wolfgang Höhne, würdigte, dass der Woltersdorfer Verschönerungsverein mit seinem Projekt die leerstehende Schule zu neuem Leben erweckte, die Diskussion um die Zukunft des alten Gebäudes voranbrachte und zugleich einen praktischen Beitrag zur weiteren Stärkung des Ortszentrums leistete. Mit alten Schätzen von Dachböden und aus Kellern in Woltersdorf (Wdf) werden die Ausstellungen ständig ergänzt. So wurde 2004 eine Schulausstellung eröffnet. Herr Bortlick stellte dem Verein selbst gebaute Modelle des ersten Aussichtsturms und der 1996 abgerissenen Teufelsbrücke als Dauer-Leihgabe zur Verfügung.

Rohbau des zukünftigen Museums in WoltersdorfLeider gibt es zur Zeit keine Ausstellung, da die Alte Schule umgebaut und von Grund auf saniert wird. Der Verschönerungsverein hofft, dass bis Ende des Jahres die Ausstellungsräume in der 1. Etage und im Dachgeschoss, dann mit neuer Konzeption, wieder eröffnet werden können. Hierfür wird derzeit ein neues Ausstellungskonzept in enger Zusammenarbeit mit dem Landesmuseumverband Potsdam erarbeitet.

Das Bild zeigt den zukünftigen Rundgang im Museum.

In der Zwischenzeit ist das Neue Museum fertig und unter dem Button Unser neues Museum kann über die Geschichte des Museums weiter gelesen werden.

Quelle: Woltersdorfer Hefte Nr. 3 „Am Anfang stand die Ruhebank“ (Bugge/Liebermann) vom Woltersdorfer Verschönerungsverein „Kranichsberg“ e.V.

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