Bruno Wilhelmi

Bruno Wilhelmi
(1865 – 1909)

Bruno Wilhelmi

Bruno Wilhelmi wurde 1865 in Berlin als Sohn eines Fabrikaten geboren. Er absolvierte nach seinem Abitur eine Lehre als Exportkaufmann. Seine zukünftige Frau Clara und er gingen 1887 nach Brasilien, wo er ein Exportgeschäft für Druckereibedarf eröffnete. Clara arbeitete als Erzieherin.

In Brasilien wurde sein weiterer Lebensweg durch Kontakte mit Unternehmen, die sich lebensreformerisch betätigten, beeinflusst.

 Aus gesundheitlichen Grünen kehrte er 1889 nach Deutschland zurück. Dort arbeitete er für das Blatt „Naturarzt“. Er betätigte sich nun aktiv an dem Kreis der Lebensreformer und Vegetarier. Von diesem Kreis stammt die Idee der Gründung der genossenschaftlich organisierten Vegetarischen Obstbaukolonie Eden-Oranienburg, der ersten derartigen Siedlung in Deutschland. In der Gründerversammlung, die Bruno Wilhemi am 28. Mai 1893, einberief, wurde er einstimmig zum Geschäftsführer gewählt. Im Jahr 1897 trat er allerdings wieder aus der Genossenschaft aus.

Bruno Wilhelmi gilt als Gründer des Ortsteils Schönblick. Als Woltersdorfer Bauern 1902/1903 einen Teil ihrer Äcker im “Großen Feld” nordwestlich des Ortszentrums verkaufen wollten, übernahm er die Parzellierung und Vermittlung der Grundstücke. Sein Ruf als Lebensreformer und Organisator bewegte Freunde und Anhänger, sich in der neuen Siedlung in Woltersdorf niederzulassen, die er als eine Art Gartenstadt plante.

Mit seinen Ideen und Freunden prägte er den neuen Woltersdorfer Ortsteil und setzte sich mit unermüdlicher Energie für seine Entwicklung ein. Als er im April 1909 mit knapp 44 Jahren starb, rühmten die Schönblicker seinen praktischen Sinn in Verbindung mit Idealen und Geschäftsgewandheit, seinen Tatendrang und Optimismus. Sein Sohn schrieb:

“Er war so recht in seinem Element, wenn er planen und projektieren konnte,
wenn er glaubte, zur Verbesserung der Welt etwas beitragen zu können.”

 

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