Flugpionier Martin Haller (1895-1994)

Martin Haller war ein sogenannter “ Alter Adler“ .

Martin Haller Die „Alten Adler“ sind eine Vereinigung von Persönlichkeiten, die sich als Flugpioniere durch besondere fliegerische Leistungen im zivilen und militärischen Bereich sowie als  Wissenschaftler, Konstrukeure, Lehrer, Forscher, Publizisten und Förderer um die Luft- und Raumfahrt verdient gemacht haben.

Martin Haller erwarb sein Pilotenpatent im Jahre 1913. Seine Lizenznummer war 565. Erworben hatte er das Patent auf dem historischen Flugplatz Johannisthal. Bei dem damals berühmten Konstrukteur und Aviatiker Emil Jeannin war er Volontär. Martin Haller zeichnete sich als überdurchschnittlicher und zukunftsorientierter Mitarbeiter aus. Mit Hilfe der Nationalflugspende erlernte er bei Emil Jeannin das Flieger ABC auf der legendären Jeannin-Stahltaube.

Bei einem der ersten Überlandflüge nahm er Kurs Richtung Woltersdorf, wo seine Eltern ihm zuwinkten als er seine Kurven drehte.

1914 erwarb Martin Haller seine Militärfluglizenz. 1915 wurde er abgeschossen, überlebte und flüchtete 1918 aus russischer Kriegsgefangenschaft.

Die Flugzeuge jener Tage waren noch überaus leichte und zerbrechliche Gebilde. Man mußte viel fliegerisches Gefühl und technisches Verständnis haben, um diese Flugzeuge immer wieder sicher zu landen.

Noch bis ins hohe Alter pflegte Martin Haller seine Verbindungen zu den „Alten Adlern“ und war begeistert von den technischen Fortschritten der Luftfahrt.

1994 verstarb er im Alter von 99 Jahren.

Der Verschönerungsverein in Woltersdorf stellte vor seinem Haus in der Köpenicker Straße 45 einen Gedenkstein auf. Ein Findling mit seinen Lebensdaten und eine Ruhebank laden zum Verweilen ein.

Ein Emblem der TAA auf dem Gedenkstein zeichnen ihn als „Alten Adler“ aus.

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