Hans Knoch

Hans Knoch
(1862 – 1938)

Hans KnochHans Knoch gründete 1896 das Kurhaus Woltersdorfer Schleuse, ein Sanatorium auf naturheilkundlicher Grundlage, das sich zum größten Betrieb des Ortes entwickelte. Dank neuzeitlicher Behandlungsmethoden und komfortabler Ausstattung gewann das Haus schnell zahlungskräftige Patienten, die immer wieder hierher zur Kur kamen.

Hans Knoch wurde 1862 als Sohn eines Tierarztes in Zechlin geboren. Da sein Vater früh starb, musste er das Gymnasium vorzeitig verlassen, eine kaufmännische Lehre antreten und zunächst in diesem Beruf arbeiten. Wegen einer chronisch, schmerzhaften Stirnhöhlenentzündung suchte er Rettung in der Naturheilkunde und wurde Vegetarier. Wasseranwendungen und Bewegung an frischer Luft heilten ihn in wenigen Monaten. Er erlernte die gängigen Naturheilmethoden im Selbststudium und belegte medizinische Fächer an der Universität. Eine erste Naturheilpraxis richtete er in Berlin ein.

Auf einem Tagesausflug mit dem Ruderboot entdeckte er den Hügel am Kalksee gegenüber den Kranichsbergen als idealen Standort für ein Sanatorium. Er kaufte das Gelände samt vorhandener Villa und baute es mit den Jahren zum stattlichen Sanatorium aus – anfangs mit Hilfe von Patientenhypotheken, die er aber dank des florierenden Betriebes bald zurückzahlen konnte.

30 Jahre lang war Hans Knoch Gemeindevertreter in Woltersdorf.

1926 musste Hans Knoch als Folge der Inflation sein Sanatorium verkaufen – der EC-Verband kam und machte daraus das „Bundeshaus für Entschiedenes Christentum“. Die Woltersdorfer kennen den größten Teil der Gebäude in der Schleusenstraße als Krankenhaus.

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