Max Haselberger

Max Haselberger
(1868 – 1944)

Max HaselbergerDem Rektor a.D. Max Haselberger, verdanken wir das Buch, das heute noch als Standardwerk über unsere Ortsgeschichte gilt:

„Woltersdorf. Die 700jährige Geschichte eines märkischen Dorfes“.

Jahrelang hatte Max Haselberger mit großer Sachkenntnis und Ausdauer die verschiedensten Archive in Berlin, Potsdam und anderswo nach Urkunden und anderen Zeugnissen über Geschehnisse in Woltersdorf durchsucht und Kopien angefertigt mit Feder und, wenn es nötig, auch Pauspapier, wie bei Landkarten und Skizzen. „Immer, wenn ich die alten Schriften durchsah, sah ich sie mit den Augen eines Bauern“, bekannte er. So entstand ein Buch, „wie es  kein zweites mehr auf dem Gebiet der märkischen Ortskunde gibt“, rühmte im Erscheinungsjahr 1931 die „Berliner Morgenpost“, und bewunderte die „beispiellose Hingabe“ des Autors an das Werk.

Trotzdem fand das Buch damals keinen Verleger. Es musste im Selbstverlag von Max Haselberger erscheinen. Der Verschönerungsverein unterstützte ihn dabei durch ein Darlehen, wofür das Ehepaar Haselberger einen Teil der Busse’schen Urnensammlung verpfändete.

Max Haselberger war erst 1923 nach Woltersdorf gekommen, als er eine Cousine seiner verstorbenen Frau heiratete, die Witwe von Hermann Busse. Er war Lehrer und stammte aus einer Bauernfamilie im Oderbruch.

In Woltersdorf lebte er im „Ruhestand“. Von 1928 bis 1935 war er Vorsitzender des Verschönerungsvereins und verfasste die Festschrift zum 50jährigen Bestehen des Vereins. Bis 1940 führte er die Chronik des Ortes fort – 336 Schreibmaschinenseiten aus seiner Hinterlassenschaft liegen im Archiv des Verschönerungsvereins.

 

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